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- REGISSEURE -

FATIH AKIN

Filme:
Soul Kitchen
Auf der anderen Seite
Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul
Gegen die Wand (Head On)
Solino
Im Juli (In July)
Kurz und schmerzlos (Short Sharp Shock)

Fatih Akin, Sohn türkischer Eltern, geboren am 25. August 1973 in Hamburg.
2004 heiratete er seine große Liebe, die deutsch-mexikanerin Monique Obermüller, am 2. September 2005 wurden die beiden Eltern eines Sohnes.

Fatih Akin ist mit Abstand mein Lieblingsfilmemacher. Wobei "Filmemacher" (oder auch Autorenfilmer) genau die richtige Bezeichnung für ihn ist, denn er hat zu allen Filmen bei denen er Regie geführt hat (Ausnahme: Solino), auch das Drehbuch geschrieben. 2004 gründete er mit Klaus Maeck und Andreas Thiel seine eigene Produktionsfirma (Corazón International) um noch unabhängiger arbeiten zu können.

Begonnen hat alles im November 1993, als Fatih, mit Kumpel Adam Bousdoukos an seiner Seite, bei der Hamburger Wüste Film Produktion auftauchte und sein auf einen Kellnerblock geschriebenes Skript zum Film "Kurz und schmerzlos" präsentierte. Ralph Schwingel (der 1989 mit Stefan Schubert und Lars Becker die Wüste Film Produktion gründete) erkannte das Talent des 20 jährigen, der den Kopf voller Geschichten hatte und eine enorme Begeisterungsfähigkeit an den Tag legte.

Nach der Produktion der beiden Kurzfilme "Sensin - Du bist es!" (1995) und "Getürkt" (1996), für die Fatih jeweils das Drehbuch geschrieben, als Schauspieler mitgewirkt, sowie die Regie geführt hatte, ging es darum einen Regisseur für "Kurz und schmerzlos" (1998) zu finden. Die Wahl der Produzenten fiel schließlich auf Fatih selbst, der das Buch aber eigentlich geschrieben hatte um die Hauptrolle des Gabriel zu spielen. Nach langen, intensiven Castings war klar, dass Mehmet Kurtulus die Rolle des Türken Gabriel übernehmen würde, Aleksandar Jovanovic die des Serben Bobby und Adam Bousdoukos die des Griechen Costa. Fatih konnte sich also voll und ganz auf die Regie konzentrieren. Die Dreharbeiten dauerten alles in allem 30 Tage und gekostet hat "Kurz und schmerzlos" ca. 1 Million DM. Entstanden ist ein wunderbarer Film über Freundschaft, Liebe, Verrat und Tod, der neben Preisen für die drei phantastischen Hauptdarsteller und den Regisseur noch einige andere Auszeichnungen (u.a. Grimme-Preis) erhielt.

Fatih, der mittlerweile (von 1994 - 2000) an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studierte (Visuelle Kommunikation/Medien) und die Produzenten der Wüste Film arbeiteten auch weiterhin freundschaftlich effektiv zusammen und so folgte mit "Im Juli" (2000) ein märchenhaftes, sommerliches Roadmovie zwischen Hamburg und Istanbul (mit Moritz Bleibtreu, Christiane Paul, Mehmet Kurtulus und Idil Üner) und "Solino" (2003), die Geschichte über zwei rivalisierende Brüder (Moritz Bleibtreu und Barnaby Metschurat) einer italienischen Gastarbeiter-Familie im Ruhrgebiet und Italien über drei Jahrzenhte (Drehbuch: Ruth Toma).

Im Jahr 2004 geschah dann etwas, womit niemand gerechnet hatte, am wenigsten Fatih selbst. Sein schonungsloses Liebesdrama "Gegen die Wand", das beinahe nicht mal in den Wettbewerb aufgenommen worden wäre, gewann bei der Berlinale den Goldenen Bären. Danach trat der Film einen Siegeszug durch ganz Europa (und später auch USA) an. Er gewann u.a. den Deutschen und den Europäischen Filmpreis. Die überragenden Hauptdarsteller Sibel Kekilli und Birol Ünel wurden ebenso ausgezeichnet wie Rainer Klausmann (Kamera), Andrew Bird (Schnitt) und Fatih als Regisseur.

Während der "Gegen die Wand" Dreharbeiten in Istanbul wurde Fatih zu seinem nächsten Film inspiriert. "Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul" (2005) porträtiert die lebendige Musikszene der Stadt am Bosporus. Nach "Denk ich an Deutschland - Wir haben vergessen zurückzukehren" (2001) in dem Fatih die Geschichte seiner eigenen Familie erzählt, ist "The Sound of Istanbul" der zweite Dokumentarfilm des Regisseurs.
Nach dem vielfach preisgekrönten Drama "Auf der anderen Seite" (2007) (Der Film erzählt von sechs Menschen, deren Leben sich auf schicksalhafte Weise verweben), drehte Fatih 2009 seine erste Kommödie. Die Geschichte von "Soul Kitchen" basiert auf dem Restaurant "Sotiris", das seinem langjährigen Freund und Weggefährten Adam Bousdoukos gehörte.

Fatih wird als durch und durch ehrlich und warmherzig beschrieben, als Regisseur, der seine Schauspieler liebt, ihnen viel Raum für Improvisationen und eigene Ideen gibt und sich auch nicht scheut dafür kurzfristig sein Drehbuch umzuschreiben. Er versteht es aber auch, mit seinem Elan und seiner Begeisterung andere anzustecken und mitzureissen. Dass er in seinen Filmen oft mit den gleichen Schauspielern arbeitet (z.B. Adam Bousdoukos, Mehmet Kurtulus, Idil Üner, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel und nicht zu vergessen Cem Akin, Fatihs Bruder) zeigt einmal mehr das gute Verhältnis untereinander. Sehr deutlich wird das auch, wenn man sich auf den Film-DVDs die Making Of's, bzw. Berichte über die Dreharbeiten ansieht.
Ein ganz besonderes Vergnügen ist es übrigens sich die Filme mit Fatih's Audio-Kommentar anzusehen. Sehr ehrlich, informativ und amüsant gibt er dort Auskunft über 'seine' Schauspieler und das Entstehen seiner Filme.

Seine eigentlich angestrebte Karriere als Schauspieler hat Fatih letztendlich zugunsten der Regiearbeit aufgegeben. In einigen seiner Filme hat er aber kleine Rollen übernommen und in Filmen von Freunden hat er auch immer wieder mitgespielt. Erwähnt sei hier die Rolle des Frauenmörders Toni in Andreas Thiels rabenschwarzer Komödie "Kismet"/"Black Souls" (1999). Er bequatscht und bezirzt den angehenden Anwalt Jan so lange, bis dieser ebenfalls einen Mord begeht...

Wie man unschwer erkennen kann, beschäftige ich mich schon länger mit Fatih Akin und seinen Filmen. Ich verehre ihn für die tollen, lebensnahen Geschichten, die er schreibt und so publikumswirksam auf die Leinwand zu bringen versteht. Das er dabei keine Angst vor großen Gefühlen hat macht ihn noch sympathischer.
Seine Erfahrungen und sein Wissen gibt Fatih inzwischen übrigens weiter, denn im Wintersemester 2005/06 lehrte er als Gastprofessor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
Ausserdem war er 2001 Jurymitglied bei der Berlinale und 2005 beim Festival in Cannes.

Text © Gisela Schuemann

Info:
Alle oben genannten Filme sind auf DVD erhältlich. Ausnahmen: Die Kurzfilme "Sensin - Du bist es!" und "Getürkt". Beide Filme gibt es aber zusammen auf einer Videokassette. Diese kann man im Shop von www.wuestefilm.de bestellen. Es lohnt sich!
"Denk ich an Deutschland - Wir haben vergessen zurückzukehren" ist eine TV-Produktion und (soweit ich weiß) nicht im Handel erhältlich.

Corazón International

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Filme:
Ein ganz gewöhnlicher Jude
Der Untergang (Downfall)
Das Experiment
Todfeinde - Die falsche Entscheidung
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Filme:
Mona Lisa
Crying Game
Interview mit einem Vampir

:: NEWS
9. Juni 2009
Ich habe meine Seite mal ein wenig modernisiert. Ich hoffe, dass neue Design gefällt euch. Der Inhalt ist aber weitestgehend gleich geblieben.
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